Das Smithsonian Institution in Washington D.C. hat das ambitionierteste Digitalisierungsprojekt der Museumsgeschichte gestartet: Bis 2030 sollen alle 155 Millionen Objekte aus 19 Museen und Galerien frei zugänglich online verfügbar sein.
Das Projekt umfasst nicht nur Fotografien, sondern auch 3D-Scans, Audiodokumente und wissenschaftliche Metadaten. Für besonders fragile Objekte werden spezielle Scantechnologien eingesetzt, die das Material nicht berühren.
Die Herausforderung ist enorm: Viele Objekte wurden nie zuvor fotografiert. Allein die Naturkundesammlung umfasst über 145 Millionen Exemplare — von Mineralien bis zu Insekten. Ein Team von 200 Digitalisierungsspezialisten arbeitet rund um die Uhr.
Das Smithsonian setzt damit einen globalen Standard: Wissen gehört der Welt, nicht den Institutionen, die es hüten.